Ratgeber Magenkrebs
Informationen für Betroffene und interessierte
Wie entsteht Magenkrebs?
Daran, dass eine normale Zelle zur Krebszelle wird, sind im Allgemeinen unterschiedliche Faktoren beteiligt. Letztendlich liegt jeder Krebsform eine Entwicklung zugrunde, in deren Verlauf es zu einer pathologischen Veränderung des Erbmaterials kommt, die eine fehlgesteuerte Regulation der Zellteilung und des Zellwachstums verursacht. Die Zellteilung verläuft dann nicht mehr geordnet, sondern unkontrolliert. Infolgedessen verlieren die Zellen ihre gewebetypischen Eigenschaften und es kommt zur Erkrankung Krebs, die in vielen Fällen mit der Ausbildung von Tumoren (Geschwulsten) verbunden ist. Diese sind in der Lage, in lokales Gewebe einzudringen und dieses zu zerstören sowie Absiedelungen zu bilden, die sich dann über Blut- und Lymphbahnen vom Ursprungsort fortbewegen und sich an anderer Stelle im Körper zu Metastasen entwickeln können.
Über die Entstehung von Magenkrebs ist Einiges, aber – wie bei vielen anderen Tumorerkrankungen auch – längst nicht alles bekannt. Man weiß jedoch, dass verschiedene Faktoren das Risiko einer Magenkrebserkrankung erhöhen können.
Hierzu werden neben genetischen Bedingungen gezählt: Ungünstige Ernährungsgewohnheiten (z. B. häufiger Verzehr von stark gesalzenen, gepökelten, geräucherten oder gegrillten Nahrungsmitteln), Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter pylori, bestimmte Vorerkrankungen des Magens (z. B. chronische Magenschleimhautentzündung, zunächst gutartige Wucherungen der Magenschleimhaut/Magenpolypen, lange andauernde Magengeschwüre u. a.) und das Rauchen. Amerikanische Wissenschaftler haben einen weiteren Faktor als Auslöser für Magenkrebs in die Diskussion gebracht, und zwar das entzündungsfördernde Interleukin-1-Beta, das bei Helicobacter-Infektionen im Magen verstärkt gebildet wird.
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