Ratgeber Magenkrebs

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Magenkrebs

Gemäß den Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkrankten in Deutschland im Jahr 2004 rund 11.000 Männer und 7.780 Frauen an einem bösartigen Tumor des Magens. Damit liegt der Magenkrebs bei den Krebsneuerkrankungen bei deutschen Männern an fünfter, bei den Frauen an siebenter Stelle. Männer erkranken im Durchschnitt in einem Alter von 70 Jahren, Frauen im Mittel etwa fünf Jahre später. Da der Magenkrebs zu Beginn keine auffälligen Symptome verursacht, wird er oft so spät erkannt, dass die Aussichten auf eine Heilung eingeschränkt sind.

Das Magenkarzinom geht in 95 % der Fälle vom Drüsengewebe der Magenschleimhaut aus (Adenokarzinome). Magenkarzinome, die vom lymphatischen Gewebe des Magens ausgehen (MALT-Lymphome, sie zählen zu den sog. Non-Hodgkin-Lymphomen) bzw. von der Muskulatur (Sarkome), sind hingegen sehr selten. Die nachfolgenden Informationen zum Magenkrebs sind daher auf die am häufigsten vorkommende Magenkrebsform, das Adenokarzinom, bezogen.

Adenokarzinome können nach ihren unterschiedlichen Wachstumsformen in vier Typen untergliedert werden: Wächst der Tumor von der Magenwand in das Lumen hinein, spricht man vom polypoiden Typ (ca. 1/3 aller Magenkarzinome); hat der Tumor die Form eines Geschwürs, dann handelt es sich um ein ulzerierendes Adenokarzinom (ebenfalls ca. 1/3 aller Magenkrebsfälle). Vom diffusen Typ spricht man, wenn die Tumoren in das Magengewebe eindringen (ca. 1/10 der Magenkarzinome); vom Frühkarzinom ist die Rede, wenn der Magenkrebs örtlich begrenzt bleibt auf die Schleimhaut bzw. die darunterliegende Gewebsschicht. Der letztgenannte Typ hat eine vergleichsweise bessere Prognose als die anderen Formen.

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